Bunzlauer keramik stadt

Original Bunzlauer Keramik.

Kunsthandwerk, dessen Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.

Die seit Jahrhunderten unveränderte Herstellungsmethode verleiht unserer Keramik einen besonderen Charakter.

Die Geschichte von Bolesławiec (dt. Bunzlau) ist seit 350 Jahren eng mit dem Töpferhandwerk und der Keramikindustrie verbunden. Sowohl die Stadt als auch die Umgebung sind im Einzugsgebiet des Bober und des Queis gelegen, das reich an einzigartigen Tonvorkommen ist. Der Ton aus dieser Gegend eignet sich für die Herstellung von Steinzeugerwaren, die in einer Temperatur von 1280-1300 °C gebrannt werden.

Darüber hinaus ist die Region der Keramikhauptstadt Bolesławiec reich an für die Glasierung verwendeten Tonen. Dank ihnen erhielt man eine braune, glasige Oberfläche. Diese als Erdglasur bezeichnete Oberfläche ist ganz typisch für die Bunzlauer Erzeugnisse.

Die älteste Erwähnung eines Töpfers aus Bunzlau in einem Schweidnitzer Stadtbuch stammt bereits aus dem Jahr 1380. Am Anfang des 16. Jahrhundert bestand hier bereits eine Töpferzunft. Über die Jahre nahm dieses Handwerk eine charakteristische und leicht erkennbare Form an.

Anfangs stellte man aus edler Kieselerde Waren her, die sich durch eine hohe Haltbarkeit auszeichneten und sich somit ideal für den breiten Wirtschasgebrauch eigneten. Über mehrere Jahrzehnte entwickelte und verbesserte man die Alltagsgebrauchswaren und schuf neue, was durch den Status der Stadt, deren geographische Lage und die gute finanzielle Situation der Stadteinwohner bedingt war. Da sich Luxuswaren einer immer größeren Beliebtheit erfreuten, begann man damit, Kaffee- und Teeservice herzustellen. Darüber hinaus erweiterte man ständig das Gefäßsortiment, das nun von riesigen kunstvollen Blumentöpfen bis zu filigranen Tafelaufsätzen reichte.

Dank der Veränderung der Tonmassezusammensetzung erhielt man eine edle Kieselerde, die sich durch eine hellere Farbe auszeichnet. Die Verzierungen waren nun vorwiegend kobaltfarben, grün oder braun und wurden das erste Mal mit Dekorstempeln aufgetragen.

Die Keramikproduktion kam auch nach dem politischen Umbruch in Polen der 80er und 90er Jahre des 20. Jahrhunderts nicht zum Erliegen. Derzeit findet dieses lokale Bunzlauer Produkt seine Abnehmer in der ganzen Welt.

Die Haltbarkeit, Beständigkeit gegen hohe und niedrige Temperaturen und das kunstvolle Aussehen der Keramik sorgen dafür, dass sie sich großer Beliebtheit bei Kennern erfreut und nicht nur im Inland gerne gekauft wird.